SpVgg Wartmannsroth/ Völkersleier
SpVgg Wartmannsroth/ Völkersleier


Chronik der SpVgg Wartmannsroth

Die SpVgg Wartmannsroth-Völkersleier besteht nun seit 40 Jahren, das ist einerseits in der Menschheitsgeschichte sicher nicht viel, aber andererseits ist es in der heutigen schnelllebigen Zeit auch wieder eine ganze Menge.

Wer diese 40 Jahre bewusst miterlebt hat, der kann einiges erzählen. Es gab Höhen und Tiefen, sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichenBereich.Man erinnert sich an manche unvergessenen Kämpfe auf dem Fußballplatz, aber auch an weniger erfreuliche und traurige Ereignisse.

Nun einiges über die Entstehung und weitere Entwicklung des Vereins:
Anfang der 70er Jahre war die Situation, dass viele aktive Fußballer aus Wartmannsroth und Völkersleier in den umliegenden Vereinen spielten. Der Wunsch, zusammen einen eigenen Verein zu gründen, wurde immer lauter. Es fanden sich ein paar Idealisten, die die Initiative ergriffen und man traf sich zu ersten Gesprächen. Auch der damalige Bürgermeister Edwin Häusler begrüßte das Vorhaben und sagte die Unterstützung der Gemeinde zu.

Nachdem alle notwendigen Vorbereitungen getroffen und alle organisatorischen Probleme gelöst waren, war es dann soweit: Am 17. März 1973 wurde in einer Versammlung im Gast-haus Glück die SpVgg Wartmannsroth-Völkersleier gegründet. Unter den über 60 anwesenden Gründungsmitgliedern befand sich auch der damalige Spielgruppenleiter Willi Burger in beratender Funktion.

In die Gründungsvorstandschaft wurden folgende Personen gewählt:

1.Vorsitzender: Viktor Koberstein
2.Vorsitzender: Otto Kaiser, Kassier Edmund Pabst,
Schriftführer: Wolfgang Buttny,
Jugendleiter: Anton Kreps,
Techn. Leiter: Lothar Schärpf,
Beisitzer: Pfarrer Mehler, Werner Brust und Willi Zeller,
Kassenprüfer: Kurt Bischof und Rudolf Reinisch.

Zum Spielbetrieb des Bayerischen Fußballverbandes wurden zwei Herren- und zwei Ju-gendmannschaften gemeldet. Gespielt wurde vorerst auf eine Wiese, die uns Bürgermeister Edwin Häusler zur Verfügung stellte. Eine Holzhütte diente als Umkleidekabine und zum Getränkeverkauf.
Es gab dort keine Dusche oder geschweige denn warmes Wasser. Das waren eigentlich damals die normalen Verhältnisse in den unteren Spielklassen. Für die jüngeren Spieler sicher unvorstellbar und mit den Ansprüchen, die heutzutage gestellt werden, nicht mehr zu vergleichen.

Bereits ein Jahr später begannen die Bemühungen der Vorstandschaft, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, ein geeignetes Gelände für den neuen Sportplatz zu finden.

Zwei Grundstücke standen zur Auswahl, aber beide wurden von den Behörden aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Als weitere Möglichkeit wurde ein Waldstück am Lenzenberg ausgesucht, aber auch dieser Standort schien gefährdet, weil besonders das zuständige Forstsamt große Bedenken hatte.

Erst nach zähen und langwierigen Verhandlungen, und nachdem Bürgermeister Edwin Häusler und Kreisrat Kurt Bischof sogar den damaligen Landtagsabgeordneten Franz von Prümer einschalteten, konnte schließlich die Genehmigung zur Rodung des Waldstückes erreicht werden.
Im Frühjahr 1976 konnte dann endlich mit den Arbeiten zum Bau eines Sportplatzes begonnen werden. Ein Jahr später war der Platz soweit hergerichtet, dass er angesät werden konnte, und im Juli 1979 wurde er bei einem Sportfest offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Im sportlichen Bereich waren die ersten Jahre für die erste und zweite Herrenmannschaft Lehrjahre, man belegt in der C-Klasse meist Plätze im hinteren Tabellendrittel.
Etwas besser sah es dagegen bei den Jugendmannschaften aus, der Trainingseifer machte sich langsam bezahlt und erste Erfolge stellten sich ein.
In der Spielzeit 1977/78 konnte dann schließlich die erste Meisterschaft für die Spielvereinigung gefeiert werden. Die C-Jugendmannschaft holte mit ihrem Trainer Karl-Heinz Ebert den Titel in ihrer Gruppe.
Im Laufe des Jahres 1978 begann die Vorstandschaft mit den Planungen für das nächste große Projekt, den Bau eines Sportheimes. Hierbei waren auch wieder erhebliche Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen, vor allem weil es erforderlich war, weitere Bäume zu fällen, um einen Bauplatz direkt neben dem Sportplatz zu schaffen. Aber mit Hilfe von Landrat Marko Dyga, Kreisrat Kurt Bischof und Bürgermeister Rudolf Winter konnten die Behörden von der Notwendigkeit dieser Baumaßnahme überzeugt werden, sodass Anfang 1979 die Baugenehmigung erteilt wurde.
Im Mai 1979 wurde dann mit dem Neubau des Sportheimes begonnen, um die finanziellen Belastungen für den Verein in Grenzen zu halten, musste der größte Teil des Projektes in Eigenleistung erstellt werden. Zahlreiche Mitglieder opferten hierfür ihre Zeit und leisteten unzählige freiwilligeArbeitsstunden.

Das Jahr 1979 brachte auch einen Wechsel in der Vereinsführung. Bei der Jahreshauptversammlung im März stellte 1. Vorsitzender Viktor Koberstein sein Amt zur Verfügung, sein Nachfolger wurde Edmund Pabst. Viktor Koberstein wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt.
Der erhoffte sportliche Aufschwung bei der ersten Mannschaft war bislang noch ausgeblieben und so entschloss man sich im Jahr 1980 mit Berthold Heim aus Schwärzelbach erstmals eine auswärtigen Trainer zu verpflichten. Für einen sportlichen Erfolg sorgte wieder einmal unser Nachwuchs. Die C-Jugend errang unter Trainer Karl-Heinz Ebert zum zweiten Mal die Meisterschaft in ihrer Gruppe.
In den ersten Jahren war die SpVgg ein reiner Fußballverein, aber nachdem auch die Frauen zunehmend Gefallen an sportlicher Betätigung fanden, wurde 1980 ein Gymnastikabteilung ins Leben gerufen.
Im Hinblick auf das im Mai 1983 geplante 10jährige Gründungsfest wurde in verstärktem Maße auf die Fertigstellung des Sportheimes hingearbeitet, da es bei diesem Fest eingeweiht werden sollte. Die Bauarbeiten konnten rechtzeitig abgeschlossen werden, so dass am 27. Mai 1983 das Jubiläumsfest mit Sportheimeinweihung beginnen konnte.

Unter sehr schlechten äußeren Bedingungen, es regnete tagelang bei einer Tagestemperatur von 10-12 Grad, musste das Fest über die Bühne gebracht werden. Mit dem Verlauf des Festes konnte man trotzdem einigermaßen zufrieden sein.
Sportlich ging es nun doch langsam bergauf, die erste Mannschaft tastete sich unter den Trainern Hans Kleinhenz, Ernst Wiesner und Paul Knüttel immer näher an die Tabellenspitze in der C-Klasse heran. Zunehmend profitierte man jetzt von der guten Jugendarbeit. Viele der jungen Spieler, die damals von der A-Jugend in die erste Mannschaft kamen, waren enorme Verstärkungen.
1986 wurde Reinhold Halbleib als Trainer verpflichtet, und ihm gelang auf Anhieb das, worauf viele schon lange gehofft und gewartet hatten: Der Aufstieg in die B-Klasse. Die erste Mannschaft hatte zwar am Ende der Runde 86/87 nur den 2. Tabellenplatz belegt aber in einem denkwürdigen Relegationsspiel gegen Winkels schaffte sie das langersehnte Ziel.
Ein Führungswechsel in der Vorstandschaft wurde 1987 vollzogen, 1.Vorsitzender Edmund Pabst trat nach achtjähriger Amtszeit zurück, sein Nachfolger wurde Otto Leibelt. Auf Grund seiner Verdienste um den Verein, wurde Edmund Pabst zum Ehrenvorstand ernannt.
Nach zwei Jahren in der B-Klasse hatte die Mannschaft einen kleinen Durchhänger, was 1989 den Abstieg bedeutete, aber bereits ein Jahr später gelang als Tabellenzweiter der sofortige Wiederaufstieg.
Anfang der 90er Jahre plante die Vorstandschaft eine weitere größere Baumaßnahme, den Sportheimanbau. Um Platz zu schaffen für verschiedene Einrichtungen, wie Einbauküchen, Kühlraum, Duschraum für Schiedsrichter, wurde beschlossen, das bestehende Sportheim zu vergrößern. 1992 wurde die Baugenehmigung erteilt und im Herbst wurde mit den Rohbau-arbeiten begonnen. Im Frühjahr 1994 war alles soweit fertig, dass die Bautätigkeiten abgeschlossen werden konnten.

Zuvor hatte das Jahr 1993 erneut einen Vorstandswechselgebracht. Erster Vorsitzender Otto Leibelt stellte sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Norbert Koberstein gewählt. Im gleichen Jahr stand auch das 20jährige Vereinsjubiläum an, das mit einem viertägigen Sportfest gebührend gefeiert wurde. Aus sportlicher Sicht war die Saison 1990/91 überaus erfolgreich.
Mit Andreas Oftring, der Reinhold Halbbleib als Trainer ablöste, und der Aufstiegseuphorie im Rücken, zeigte die 1. Mannschaft, zu welchen Leistungen sie fähig ist, und schaffte in der B-Klasse den 2.Platz, der zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die A-Klasse berechtigte. In zwei Spielen war die Möglichkeit gegeben, den Sprung zu schaffen, doch leider fehlte dann doch das letzte Quäntchen Glück, das nötige gewesen wäre.
In den folgenden Jahren kam die Mannschaft zwar nicht mehr in den Bereich der Aufstiegsplätze, aber sie behauptete immer standhaft ihren Platz in der B-Klasse. 1993 fasste Spielertrainer Andreas Oftring den Entschluss aufzuhören. Als Nachfolger wurde zum zweiten Mal Reinhold Halbleib verpflichtet.
In dieser Zeit begann eigentlich schon ein sportlicher Niedergang unserer 1. Mannschaft, als ein Spieler nach dem anderen den Verein verließ. Verschiedene Gründe waren ausschlaggebend, dass wir damals fast eine komplette Mannschaft verloren haben, Umzug in einen Ort wegen Heirat, Abwerben von höherklassigen Vereinen oder Beendigung der aktiven Laufbahn, um einige zu nennen.

Bereits im Winter 1995 hatte auch Trainer Reinhold Halbleib angekündigt, dass er nach Saisonende zu einem anderen Verein wechseln würde. Die Suche nach einem neuen Trainer blieb erfolglos, und so erklärte sich Peter Koch bereit die sportliche Leitung für Runde 95/96 zu übernehmen. Er hatte die undankbare Aufgabe, mit den verbliebenen Spielerkader den Klassenerhalt zu schaffen, aber wie sich bald herausstellte, war es eine unlösbare Aufgabe. Der Abstieg in die C-Klasse war nicht zu vermeiden. Seit 1996 spielten wir wieder in der untersten Klasse, immer mit dem Ziel und der Hoffnung vor Augen, eines Tages wieder den Auftstieg in die B-Klasse zu erreichen.

In der Saison 98/99 und 99/2000 wurde mit Trainer Peter Koch jeweils der 2. Tabellenplatz erreicht. In den Relegationsspielen scheiterte die Mannschaft jedoch immer äußerst knapp. Die Saison 2000/2001 war nicht überragend, die erste Mannschaft belegte nur Platz 5 und hatte damit das seit Jahren schlechteste Ergebnis erzielt.
Für sportliche Erfolge sorgten in dieser Zeit unser Nachwuchsfussballer. 1996 gewann die E-Junioren, und 1997 die D-Junioren die Meisterschaft in ihren Gruppen. Beide Mannschaften wurden ebenfalls von Peter Koch trainiert, der mit seiner Doppelbelastung viel zur sportlichen Zukunft des Vereins beigetragen hat.
Die steten Bemühungen um eine intensive Nachwuchsarbeit begann wieder Früchte zu tragen, was sich bis heute in zahlreichen Meisterschaften im Jugendbereich widerspiegelt.
1999 wurde mit Matthias Fröhlich ein neuer Spielertrainer verpflichtet, aber bereits in der Winterpause der Saison 99/2000 trennte man sich wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ wie es so schön heißt, was erstmals sogar einen Rechtsstreit zwischen Verein und Trainer nach sich zog. Mit dem neuen alten Trainer Peter Koch erreichte die erste Mannschaft trotz aller Probleme noch den 2. Tabellenplatz, der zur Relegation um den Aufstieg in die B-Klasse berechtigte. Leider wurde das Spiel gegen Rottershausen unglücklich mit 1:2 verloren.

Die Jahre 2001 - 2007 brachten im sportlichen Bereichwenig Erfreuliches für die SpVgg. Die Hauptprobleme waren in dieser Zeit der permanente Spielermangel, schlechte Trainingsbeteiligung und fehlende Motivation beieinigen Spielern. Dadurch hatten es die damaligen Trainer Lothar Schneider von 2001 -2002, Martin Schneider 2002-2004, noch einmal Peter Koch von 2004-2006, Thomas Schmitt 2006-2007 und Thomas Höfling von 2007-2008, schwer, gute Ergebnisse zu erzielen und die Mannschaft in die Erfolgsspur zu bringen.
Einen Lichtblick gab es im Nachwuchsbereich, in der Runde 2004/05 erreichte die U-15 Jugendmannschaft mit Trainer Wolfgang Heim die Meisterschaft in ihrer Gruppe. Wieder einmal war es die gute Nachwuchsarbeit, die im Verein geleistet wurde, die Hoffnung für die Zukunft machte, und so konnte die Vereinsführung den immer wieder aufkommenden Gerüchten einer Fusion eine Absage erteilen.
Eine notwendige Baumaßnahme konnte 2005 fertiggestellt werden. Der baufällig gewordene Vorbau des Sportheimes wurde durch eine fest installierte Überdachung des Vorplatzes ersetzt, was die Durchführung von Veranstaltungen wesentlich erleichterte.
Eine Veränderung in der Vorstandschaft gab es bei der Jahreshauptversammlung 2007. Nach 14-jähriger Tätigkeit als 1. Vorstand übergab Norbert Koberstein sein Amt an Peter Koch, der von nun an die Geschicke des Vereins leitete.
Im gleichen Jahr trat die SpVgg in die JFG Saaletal ein,wo die aktiven Spieler der Alters-klassen U13 - U19 eingegliedert wurden. Im Sommer 2008 übernahm Karl-Heinz Thoma den frei gewordenen Trainerposten, und er-reichte mit der 1. Mannschaft gleich im ersten Jahr den 4. Tabellenplatz und damit den Aufstieg in die neu gebildete A-Klasse.
In der darauffolgenden Saison wurde ein Traum endlich wahr. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte holte die erste Mannschaft die Meisterschaft für die SpVgg. Nach Abschluss der Saison 2009/2010 belegte die Mannschaft mit Trainer Karlheinz Thoma den ersten Tabellenplatz der A-Klasse 1 und erreichte dadurch den Aufstieg in die Kreisklasse. Dieser Erfolg wurde gebührend gefeiert. Nach einem Festumzug durch die Gemeinde wurde die Mannschaft am Rathaus vom zweiten Bürgermeister Edgar Lutz empfangen als Anerkennung für diesen sportlichen Erfolg. Anschließend feierte der ganze Verein mit der Mannschaft eine große Meisterfeier. Ein unvergessliches Erlebnis!

2011 wurde der 2010 begonnene An- und Umbau des Sportheimes fertiggestellt. Hierbei wurden die Umkleideräume vergrößert und im neuen Anbau an der Rückseite des Sportheimes wurden Toilletten und ein SR-Umkleideraum installiert. In der Sommerpause 2012 beendete Karl-Heinz Thoma nach 4 Jahren seine Tätigkeit als Trainer. Als Nachfolger wurde mit David Böhm ein Landesligaerfahrener Spielertrainer verpflichtet, der zusammen mit einigen Verstärkungen die erste Mannschaft an die Tabellenspitze heranführen sollte. Leider führten verschiedene Umstände dazu, dass die Mannschaft ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte und man sich bereits nach einem Jahr auch wieder vom Trainer trennte. Außerdem verließen einige wichtige Spieler die Mannschaft, sodass die Jubiläumssaison sicherlich nicht einfach wird. Die Nachfolge regelte man in bester Vereinstradition, indem man auf einen ehemaligen Trainer zurückgriff. Karl-Heinz Thoma übernahm wieder das Kommando, unterstützt von Viktor Kleinhenz.

Seit seiner Gründung hat sich der Verein kontinuierlich weiterentwickelt. Die Jugendarbeit bildet dabei die Basis unseres Vereins und trägt ihn in die Zukunft.

Unser Sportgelände am Lenzberg kann sich durchaus sehen lassen, und genügt voll den Ansprüchen, die heutzutage gestellt werden. Es stehen mittlerweile zwei, den Normmaßen entsprechende, Rasenplätze zur Verfügung, und auch das erweiterte und generalsanierte Sportheim ist mit allen Einrichtungen ausgestattet, die zum Spielbetrieb und auch zur Pflege der Geselligkeit notwendig sind.

Somit sieht sich die SpVgg Wartmannsroth – Völkersleier bestens gerüstet für die nächsten 40 Jahre!
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